Sechs Schüler der Neuen Mittelschule Ober-Grafendorf begeistern

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Sechs Schüler der Neuen Mittelschule Ober-Grafendorf begeistern uns bei der aktuellen „The First Coachedian®-Missions-Partner-Österreich-Tour“

Arbeit macht Spaß?!

Aktuell befinden wir uns gerade auf einer Österreich-Tour mit unseren Missions-Partnern beim Projekt „The First Coachedian®. Im Mittelpunkt bei dieser Österreich-Tour stehen Interviews mit Schülern, Lehrlingen und Eltern rund um das Thema: „Arbeit macht Spaß“!

Ich möchte von den Eltern und ihren Kindern wissen,

  • wie sie aus ihrer Sicht ihren zukünftigen und aktuellen Beruf einstufen
  • ob sie zur Mehrheit in der Bevölkerung gehören, die eher negativ über die Arbeit negativ spricht oder
  • ob sie die schöne Ausnahme sind und Positives zu berichten wissen.

 

Interviews in der NMS Ober-Grafendorf

Mit unserem Missions-Partner Schubert Elektroanlagen Gesellschaft m.b.H in Ober-Grafendorf haben wir am 01. März 2018 in der Neuen Mittelschule Ober-Grafendorf etwas Besonderes erleben dürfen. Wir wollen die Interviews spontan durchführen und achten penibel darauf, dass sich niemand vorbereitet oder vorher ausgemachte Statements – die vielleicht sogar trainiert sind – in die Kamera von Eltern und Kindern gesprochen werden.

Ohne dass es die Klasse wusste sind wir in der Früh hinein gegangen und ich habe das Projekt „The First Coachedian® mit seinen vier Säulen kurz präsentiert. Danach kam von mir der Hinweis, dass jene Schülerinnen und Schüler, die freiwillig mitmachen wollen, nun mit uns mitkommen dürfen. In einem anderen Klassenzimmer haben wir bereits das gesamte Equipment für die Dreharbeiten aufgestellt. Dort fragen wir die freiwillig gemeldeten Schüler, wie sie ihre zukünftige Rolle in der Wirtschaft heute einstufen und welchen Beruf sie ergreifen wollen. Ich habe vorab noch darauf hingewiesen, dass ich in den Interviews sie fragen werde, wie sie eigentlich ihre Berufswahl treffen. Vor allem auch, wie es mit ihrer Haltung aussieht und somit mit ihrer Einstellung zur Wirtschaft, zu dem Beruf, den sie aus heutiger Sicht ergreifen wollen.

Ich war erstaunt, dass sich spontan sechs Burschen / Schüler meldeten. Leider konnten wir kein Mädchen auf Nachfragen für ein Interview gewinnen.

Gemeinsam gingen wir ins vorbereitete Klassenzimmer mit dem Interview-Equipment und ich erklärte den sechs Schülern noch einmal etwas tiefgehender, worum es beim Projekt „The First Coachedian® und bei der heutigen Österreich-Tour – in diesem Fall mit unserem Missions-Partner Schubert Elektroanlagen Gesellschaft m.b.H geht.

Nun waren die Burschen von mir optimal in Kenntnis gesetzt und ich bat den ersten Schüler zum Interview. Sofort stand einer auf, ging nach vorne, stellte sich neben mich vor die Kamera, nahm das Funkmikrofon in die Hand und wir legten los. Die anderen fünf Schüler hörten interessiert zu und verfolgten, was ihr Kollege nun so alles von sich gibt.

 

Die Inhalte der Interviews – Pro-Einstellung

Ich war sprachlos, und wer mich kennt weiß, dies ist ein eigentlich höchst seltener Zustand. Die Schüler, die ich interviewte, antworteten schnell, sehr überzeugend und vor allem immer wieder mit einer positiven Wortwahl rund um das Thema Beruf, Berufsauswahl und das zukünftige Zusammenarbeiten in der Wirtschaft mit Kollegen und den Führungskräften sowie den Chefs.

Kein Jammern. Keine negativen Äußerungen. Sie haben mich wirklich verblüfft. Ich wollte in den nächsten Interviews dieser für mich außergewöhnlichen Pro-Einstellung noch tiefer auf den Grund gehen. Ich stellte Fragen, die sinngemäß lauteten: „Warum spricht man über die Wirtschaft so negativ? Wie löst man Konflikte mit zukünftigen Kollegen so, dass man wieder sachlich miteinander positiv arbeiten kann?“ Und ich staunte, staunte und staunte. Diese Fragen brachten die Schüler nicht in Verlegenheit, sondern sie antworteten sinngemäß: „Kein Problem. Wenn etwas nicht so läuft, dann setzt man sich zusammen und löst das ganz einfach, was ansteht, damit später alle wieder gut drauf sind!“

 

Alle vermittelten eindeutig eine positive Grundeinstellung

Meine lieben Eltern, meine lieben Unternehmer und Führungskräfte sowie liebe Blog-Leser, die Angestellte und Arbeiter sind. Von diesen Schülern aus der Neuen Mittelschule Ober-Grafendorf können wir uns alle eine dicke Scheibe an positiver Grundeinstellung abschneiden.

  • Diese Schüler haben eindeutig bewiesen, dass sie gegenüber ihrem zukünftigen Beruf und dem Miteinander-zusammenarbeiten mit Kollegen, Führungskräfte und Chefs nicht negativ eingestellt sind.
  • Sie haben auch keinen Zweifel daran gelassen, dass es ihnen sehr wohl klar ist, dass auch in einer Firma und beim Ausüben des Berufes nicht alles glatt läuft.
  • Sie haben auch darauf hingewiesen, dass es ihnen bewusst ist, dass es nicht nur Sonnenseiten gibt, wenn man sich für einen Beruf entscheidet.
  • Sie haben aber auch klar aufgezeigt, dass es anders geht, als wie ich es oft in der öffentlichen Meinung, in den Medien und in meinen unzähligen Vorträgen und Firmentrainings erlebe.

 

Miteinander die Zukunft positiv gestalten

Diese sechs Schüler haben bewiesen, was ich immer wieder empfehle und aktiv einfordere: Nur im Miteinander kann man vieles bewegen. Die oft in meinen Firmentrainings von Mitarbeitern aber auch den Führungskräften geforderte Wohlfühl-Oase in einer Firma wird dann Realität, wenn wir alle dazu bereit sind. Dass dies geht, haben diese 6 Schüler bewiesen.

Natürlich weiß ich, dass es jetzt einige unter Ihnen geben wird, die jetzt sagen: „Naja, die sind noch nicht versaut. Man kann leicht reden, wenn man noch Schüler ist. Wenn man dann täglich in der Arbeit mitten drinnen ist und jahrelang schon in der Firma arbeitet, ist es eben so, dass doch das Negative der Kommunikation und im Empfinden überwiegt.“ Wenn Sie solche Gedankengänge haben, kann ich nur eines sagen: „Das stimmt so nicht!“

WIR entscheiden stets aufs Neue, wie wir mit unserem Umfeld in einer Firma zusammen leben, zusammen wirken und etwas bewegen. Natürlich gibt es Hürden, Herausforderungen und Probleme. Wie die SECHS Schüler jedoch bewiesen haben, gibt es dafür tatsächlich eine Lösung, die schlicht und einfach lautet: „Reden wir darüber und schauen wir, dass wir die bestmögliche Lösung gemeinsam durchziehen!

Genau darauf liegt die Betonung!!! Dass wir bereit sind, das Wichtige in unserem Leben – den Beruf – ernst zu nehmen. Das bedeutet, dass wir auch alle damit verbundenen Aufgaben und Aktivitäten mit Freude, mit Spaß annehmen. Natürlich läuft nicht immer alles reibungslos. Klar gibt es die Schattenseiten in jedem Beruf. Es gibt Aufgaben und Aktivitäten, die der eine nicht so gerne tut wie ein anderer. Das betrifft übrigens alle Entscheidungsebenen in einer Firma. Weder hat es der Chef leichter, noch der Lehrling an der Basis. Was man von diesen sechs Schülern jedoch lernen kann ist die Tatsache, dass man gemeinsam daran arbeiten kann, dass man das Bestmögliche aus den vorhandenen Situationen und Abläufe macht.

 

Keiner besitzt einen Zauberstab

Immer wieder betone ich gerade bei jungen Mitarbeitern in meinen Vorträgen und Firmentrainings, dass ich die Wirtschaft und das damit verbundene System, so wie wir es heute in unseren Breitengraden kennen, nicht erfunden habe. Es ist, wie es ist. Ich habe als Wirtschaftstrainer auch keinen Zauberstab und sag „Simsalabim“ und alles läuft auf einmal optimal wie geschmiert.

 

Der Motor meines Lebens

Ich wollte immer authentisch sein und aufzeigen, was ich von vielen anderen Firmentrainings an Positiven erlebt habe. Das bedeutet auch: Wie bewältigt man am besten Hürden und Probleme. Wichtig war mir immer, dass die Teilnehmer im Kern eines akzeptieren: Im aktuellen wirtschaftlichen und damit verbunden untrennbar dem gesellschaftlichen System sind der Job und die Firma der Motor auch meiner privaten Lebensqualität. Einer dieser Rohstoffe ist allgemein bekannt das Geld. Wir haben uns seit vielen Jahrzehnten dafür entschieden, dass man sich für Geld die schönen Dinge des Lebens leisten kann. Dies hängt in den meisten Fällen damit zusammen, wie viel Geld wir verdienen.

 

Vorbildwirkung

Immer wieder erlebe ich, dass viele sozial eingestellte Unternehmer nicht nur gerne bereit sind, sondern es auch tun: Ihre Mitarbeiter mit Prämien für besondere Leistungen zu unterstützen und somit letztendlich auszuzeichnen. Viele in der Wirtschaft tätigen Personen, von der Führungskraft bis zum Mitarbeiter befinden sich auch in der Rolle als Mutter oder Vater. Sie übernehmen somit die Verantwortung für die Entwicklung ihres Kindes oder der Kinder. Wenn man nach Hause kommt und über die Arbeit in all seinen Facetten stetig negativ spricht, beweist man als Vorbild dem Kind nur eines: „Es kann keinen Spaß / keine Freude machen zu arbeiten!“

Viele Eltern sind dann verwundert, wenn es ernst wird und sie mit dem Kind darüber sprechen, wie man den Eintritt in die Wirtschaft optimal schafft, dass diese eine sehr ablehnende Haltung einnehmen. Ich bin eher verwundert, warum sich die Eltern wundern, wenn sie doch selbst ihrem Kind permanent vorgelebt haben, dass das Arbeiten negativ ist. Die Medien mit ihren Redakteuren und sonstigen Entscheidungsträgern müssen sich ebenfalls an der Nase nehmen und überlegen, ob es Sinn macht, das Arbeiten stetig als eher etwas Negatives darzustellen und die Freizeit zu glorifizieren, dass es das ist, was wir eigentlich im Leben am liebsten tun und dafür lohnt es sich täglich einzutreten. Dazu gehören übrigens auch die Gewerkschaften, die oft aberwitzige Forderungen stellen, immer rund um das Thema: Weniger arbeiten mehr Geld – dann können wir das Leben genießen. Es wäre schön, wenn es so einfach funktionieren würde.

 

Die Realität

Doch wir wissen alle, dass dies weder die Kunden bezahlen, noch auf Dauer möglich ist. Was nützt es einem, wenn man mehr Freizeit hat und gleichzeitig feststellt, dass eine Firma nicht mehr in der Lage ist, solche Gehälter zu bezahlen, damit man die Freizeit im gewünschten Umfang genießen kann.

Ich könnte nun die Liste noch um einiges verlängern! Doch ich glaube meine lieben Blog-Leser, Sie wissen mittlerweile ganz genau, was ich Ihnen heute mit diesem Blog auf den Weg mitgeben will: Staunen wir respektvoll über die tolle Einstellung von sechs Schülern in der Neuen Mittelschule Ober-Grafendorf und schneiden wir uns davon ein Stück ab: Indem wir uns heute selbst beweisen, dass unser Beruf, unsere Firma nicht nur notwendiges Übel ist, sondern letztlich auch die Quelle für ein schönes privates Leben.