Mein Leben und ich – Bilanz ziehen, nachdenken und aktiv werden

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Mein Leben und ich! – Bilanz ziehen, nachdenken und aktiv werden

Wenn der 24. November vorbei ist, wissen wir: Weihnachten nähert sich mit großen Schritten. Die Zeitspanne zwischen Weihnachten und Neujahr vergeht noch schneller und dann ist es da: Das Jahr 2018.

 

Rückblende

Wie geht es Ihnen? Wie oft haben Sie sich 2017 mit Ihrem Leben und den damit verbundenen privaten und beruflichen Lebensverlauf auseinandergesetzt? Haben Sie Ihre Vorsätze zumindest im Ansatz realisiert? Haben Sie viele Ihrer privaten Ziele erreicht? Wie geht es Ihnen beruflich? Sind Sie auf einer positiven Welle unterwegs? Haben Sie tolle Kollegen oder wirken Sie als Führungskraft oder Chef an entscheidender Position mit – mit der Sie auch die Zukunft Ihrer Firma beeinflussen und sehen Sie diesbezüglich eine tolle Entwicklung oder ist in diesem Jahr vieles anders als gewünscht verlaufen?

 

Ziehen Sie Bilanz

Sie sehen, diese Liste lässt sich noch verlängern! Doch Sie wissen bereits, woran ich Sie  erinnern möchte. Wir müssen uns in unserem Leben immer wieder Zeit nehmen, um Bilanz zu ziehen. Im hektischen Alltag übersieht man meist auch das viele Positive, was sich in einem vergangenen Jahr eingestellt hat. Viel zu stark neigen wir Menschen dazu, auch im täglichen Dialog das Negative in den Vordergrund zu rücken. Stets bemängeln wir genau das, was gerade nicht läuft und übersehen, dass sich zeitgleich viel Positives entwickelt und wir darüber gut bilanzieren können. Im Alltag übersieht man nicht nur das Positive. Man stuft es sehr schnell als „etwas Selbstverständliches“ ein. Davon sind gerade Chefs und Führungskräfte enorm betroffen. Sie sehen im Alltag gar nicht wie sehr sich oft ihre Mitarbeiter, ihre Kollegen engagieren, um das Geplante gemeinsam  erfolgreich zu finalisieren.

 

Verschiedenste Verhaltensweisen

Gerade Chefs und Führungskräfte neigen sehr stark dazu, dass sie die vielen positiven Tätigkeiten und die damit zusammenhängenden Erfüllungen ihrer Mitarbeiter im Alltag nicht mehr wahrzunehmen. Sondern sie bemerken eher Situationen, wo sie ausrutschen, wo Fehler entstehen oder wo etwas nicht wie geplant läuft.

Auf keinen Fall ist das ein Vorwurf. Denn im hektischen Alltag, wo viel zu tun ist, wo das Tempo seit Jahren auch durch modernste Technologien immer mehr zunimmt, haben sie für eine solche Bilanz, für so einen geschärften Blick oft keine Zeit.

Eine Führungskraft, die aber ständig nörgelt, der man nichts recht machen kann, verliert ihre Mitarbeiter. Es ist unlogisch zu glauben, dass sich Mitarbeiter dauerhaft in einer Firma engagieren, wenn man ständig an ihnen herumnörgelt und sie immer wieder eines präsentiert erhalten: „Sie machen ihren Job nicht gut!“

Die Führungskräfte und Chefs befinden sich auch in der Zwickmühle. Sie müssen darauf achten, dass alles in Richtung dauerhafter Firmenerfolge abläuft. Sie wissen ganz genau,

  • dass die Konkurrenz nicht schläft
  • dass heute der Kunde in vielen Bereichen auch von der Konkurrenz oft enorm verwöhnt wird.

Der Kunde wird immer der Firma das JA-Wort geben, die sich doch ein erstklassiges MehrWert-Nutzen-Profil auszeichnet. Gelingt es einer Firma nicht, sich markant von der Konkurrenz abzuheben, erhält die Konkurrenz  den Vorzug.

Es gibt auch Mitarbeiter, die es im wahrsten Sinne des Wortes darauf anlegen. Die nicht aktiv im Team mitmachen wollen. Die für eine schlechte Stimmung zwischen Mitarbeiter und den Führungskräften / Chefs sorgen. Diese Mitarbeiter maunzen nur herum. Diese möchten nicht aktiv mitwirken, sondern eher mitschwimmen. Sie finden in jeder Suppe ein Haar. Sie erhalten zu wenig Gehalt. Sonderleistungen sind unzureichend. Sie wollen mehr. Uvm.

Wie sieht das bei Ihnen aus?

Kennen Sie solche Erkenntnisse, wenn Sie Bilanz ziehen? Nur vom Hörensagen oder sind Sie davon betroffen?

 

Gestalten Sie ihr Leben JETZT – das Rezept

In meinem Buch „Die 7 emotionalen Energiequellen des Erfolges“ empfehle ich jedem Teilnehmer bei seiner Lebensgestaltung  3 weiße Blätter zur Hand zu nehmen. Das erste Blatt trägt den Titel: „Mein Leben gestern“. Teilen Sie das Blatt mit einem senkrechten Strich in der Mitte. So entstehen zwei Spalten. Über die linke Spalte schreiben Sie ein Pluszeichen, über die rechte Spalte ein Minuszeichen. In der Plusspalte schreiben Sie alles Positive in der Vergangenheit auf. In die rechte Spalte mit dem Minuszeichen halten Sie alles fest, was bisher nicht gut in Ihrem Leben verlaufen ist und Sie in der Zukunft verbessern möchten.

Jetzt kommen wir zum zweiten Blatt Papier. Dieses trägt den Titel: „Mein Leben heute“. Mit der gleichen Vorgehensweise wie beim ersten Blatt „Mein Leben gestern“ halten Sie auf der Plusseite fest, was gut verläuft und im Minusbereich zeigen Sie auf, wo Sie Optimierungsbedarf sehen.

Dann kommt für mich das wichtigste und somit dritte Blatt mit dem Titel: „Mein Leben morgen“. Das Leben gestern und heute können Sie nicht verändern. Was Sie vor einer Minute in diesem Blogartikel gelesen haben gehört bereits der Vergangenheit an. Ich habe ihn bereits in der Vergangenheit geschrieben. Sie können nur EINES tun: Das MORGEN verändern.

Genau das möchte ich Ihnen heute ans Herz legen. Aufgrund Ihrer Erkenntnisse aus den Blättern: „Mein Leben gestern und heute“ sollten Sie nicht nur Bilanz ziehen, sondern auch herausfiltern, was Sie ab morgen Schritt für Schritt konsequent in Ihrem privaten und beruflichen Leben verändern wollen.

Viele Menschen ziehen oft sehr schnell eine Bilanz und da ihr täglicher Blick eher negativ ist, fällt genauso ihre Bilanz aus. Das ist falsch!

Nehmen Sie sich zum Nachdenken Zeit. Beschäftigen Sie sich mit Ihren Blättern: „Mein Leben gestern und heute“ 3 bis 4 Stunden. Es können auch mehr sein. Wenn Sie meinen: Ich mache das über 3 Woche hinweg, vielleicht jeden Tage eine halbe Stunde oder Stunde, dann ist es auch optimal.

Nachdenken keinesfalls, dass Sie einen Wettbewerb um die beste Zeit gewinnen sollen. Nachdenken bedeutet, dass Sie sich intensiv damit beschäftigen:

  • Warum ist das, was Sie privat und beruflich erreichen wollten, nicht so wie geplant aufgegangen?
  • Warum haben Sie das nicht erreicht, was Sie erreichen wollen?

Es spielt dabei keine Rolle ob Sie sich beruflich oder privat durchleuchten. Es spielt keine Rolle, was Sie gerade durchleuchten. Sie möchten herauszufinden: Was hätten Sie – das meine ich genauso – verändern müssen, damit eine Chance auf das Erreichen der eigenen gesetzten Ziele besteht?

Das bedeutet: Zeigen Sie nicht bei der Bilanz mit den Fingern auf andere. Man neigt sehr schnell dazu und sagt: „Ja, ich hätte das so gemacht.“ oder eine Abteilung: „Wir würden es ja tun, wenn es die Führungskraft oder der Chef zulassen würde.“ Das Gleiche kenne ich auch umgekehrt. Die Chefs sagen, wir sind für alles bereit, doch die Mitarbeiter wollen oft nicht so wie wir. Es ist viel zu einfach auch den Staat für alles schuldig zu machen. Es bringt auch nichts, wenn man sagt: „Die wirtschaftliche Lage ist so und ich bin das Opfer.“ Warum das so ist, sollten Sie eigentlich längst wissen. Weil es so nicht stimmt. Ausnahmen gibt es immer.

 

Disziplin UND Konsequenz

Ich erlebe als Wirtschaftstrainer seit über 20 Jahren genau wie Sie jeden Tag das Gegenteil. In jeder Altersgruppe, in jeder Berufsgruppe, in jeder Einkommensgruppe gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Die einen erreichen auch oft unter härtesten Rahmenbedingungen ihre Ziele. Natürlich strengen sich diese Personen an. Selbstverständlich sind diese bereit, auch Herausforderungen anzunehmen und sie zu lösen. Übermenschliche Wesen sind sie nicht. Im Gegenteil. Wenn ich mir ansehe, warum solche Menschen erfolgreich sind, sind es nicht nur die Fähigkeiten, sind es nicht nur die Netzwerke, ist es nicht nur das Potenzial uvm., sondern es ist etwas ganz ANDERES. Sie haben es oft schon in meinen Blog-Artikeln an geeigneter Stelle gelesen. Es ist die Disziplin und die damit verbundene Konsequenz. Diese Menschen gehen ENORM diszipliniert vor. Sie sind konsequent. Sie ziehen das durch, was sie sich vorgenommen haben. Sie lassen sich nicht von ihrem Umfeld negativ anstecken oder beeinflussen. Sie kennen das, wenn andere sagen: „Gibt doch nicht so Gas. Gehe es langsam an. Geht schon so.“ Ja, es gibt viele Menschen, die es sich gerne bequemer machen. Ich möchte Sie daran erinnern: Es war jedoch Ihr Ziel oder doch nicht?!

Klar wäre es schön – und wer wünscht sich das nicht – wenn man sich Ziele steckt und sie erfüllen sich wie von Zauberhand ganz alleine. Wer möchte es sich nicht bequemer machen, wenn es darum geht, Ziele zu verwirklichen. Manche behaupten auch gerne, dass Erfolgreichen das Glück in den Schoß fällt. Gewiss gibt es die Ausnahmen, wo auch das zutrifft. Es gibt genügend Beispiele, die beweisen, dass selbst ein Mensch aus sehr guten finanziellen Verhältnissen nicht unbedingt ein dauerhaftes erfolgreiches Leben führt. Nur eines sollte Ihnen klar sein: Sie sprechen hier immer von der Ausnahme oder von einer Minderheit.

In 20 Jahren als Wirtschaftstrainer hatte ich auch das Vergnügen – und ich meine das wirklich ernst – und die Ehre, Menschen zu treffen, die oft auch aus ganz einfachen Verhältnissen in ihr berufliches Leben gestartet sind! Sie wurden echte Vorzeigeunternehmer, die teilweise auch Millionen Euro verdient haben und auch Milliardäre. Das Geld dabei wäre mir gar nicht so wichtig. Doch es gilt allgemein gerade im wirtschaftlichen System als Messlatte, um den Erfolg auch darstellen zu können. Diesen Menschen war das Geld nicht so wichtig. D.h. nicht, dass sie es nicht gerne gesehen haben, dass sie vermögend wurden. Aber nur das Ziel, viel Geld zu verdienen, hat nicht dazu geführt, dass sie so erfolgreich wurden. Ganz im Gegenteil. Sie haben  ihr Vorhaben konsequent mit höchster Disziplin umgesetzt. Sie haben sich durch nichts aufhalten lassen und sind auch dann wieder aufgestanden, wenn sie alle ausgelacht haben und letztendlich schon alles gegen sie gesprochen hat.

Diese Erfolgsstorys, die wie eine Schnur gerade gezogen nach oben ohne jegliche Ausreißer ins Negative verlaufen, gibt es sehr selten. Die meisten Menschen – darunter z.B. die erfolgreichsten dieser Welt – haben immer wieder bei Umfragen von namhaften Wirtschaftszeitungen und Magazinen sowie Talkshows erklärt, dass sie mehrfach vor dem Konkurs gestanden sind und dass sie viele Phasen in ihrem Leben hatten, wo sie nicht mehr wussten, wie es weitergeht.

 

Werden Sie 2018 aktiv

Gehen wir nun weg von den Vorbildern und von den Erlebnissen, die ich auch selbst als Wirtschaftstrainer gemacht habe. Wenden wir uns Ihnen zu! Wenn Sie ihre Bilanz gezogen haben, wenn Sie darüber nachdenken, warum das eine oder andere nicht so wie geplant verlaufen ist, kommt der letzte wichtige Schritt: Werden sie 2018 aktiv. Wie Sie aktiv werden, spielt dabei keine Rolle. Setzen Sie sich auch nicht unnötigen großen Druck aus. Gar kein Druck ist aber auch falsch. Ziele können nur verwirklicht werden, wenn wir das eine oder andere Mal – wie man so gerne sagt – Gas geben. Wenn wir uns den Herausforderungen stellen. Wenn wir auch größere Hürden anpacken, auch wenn sie unbequem sind und man die damit verbundenen Tätigkeiten eigentlich nicht umsetzen will. Im Leben tut man nicht alles gerne. Das ist eine Illusion. In jedem Berufsbild gibt es auch damit verbundene Aufgaben und Aktivitäten, die man nicht so gerne macht. Man weiß, sie sind zu tun, weil sonst der Weg nicht funktioniert. Man weiß, es gehört zum Berufsbild. Gewiss versucht man immer wieder diesen Aufgaben und Aktivitäten auszuweichen. Doch im Innersten ist man sich bewusst, dass es ein sinnloses Unterfangen ist. Auch das Ignorieren bringt nichts, denn die Tätigkeiten sind zu erfüllen – wie gesagt – ob man es will oder nicht.

Aktiv werden heißt auch, sich positiv mit der Zukunft auseinanderzusetzen. Sie gestalten Ihre Zukunft. Wenn jetzt Sie vielleicht sagen: „Naja Herr Panhölzl, in einer Firma wo ich Mitarbeiter bin entscheidet eine Führungskraft / ein Chef auch vielleicht Kollegen über meinen Werdegang.“, dann wird das auch zutreffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie nur ein Verbot haben, welches besagt, Sie dürfen sich nicht engagieren. Sie dürfen – egal welche in welcher Position tätig sind – sich für eine positive Entwicklung des Teams und somit auch Ihrer Person einsetzen. Kein Chef, keine Führungskraft wird etwas dagegen haben. Klar werden Sie anfangs auch einen Widerstand bemerken. Es ist oft so, dass viele Menschen Ihre neue Idee nicht verstehen. Sie erkennen auch eine ablehnende Haltung und diese müssen Sie akzeptieren. Das heißt keinesfalls, dass die Menschen dies bewusst mit Vorsatz tun, sondern sie verstehen vielleicht nicht, warum Sie etwas verändern wollen. Wenn Sie Sie Ihr Umfeld auffordern aktiver zu werden, müssen Sie mit noch mehr Widerstand rechnen. Menschen – wir haben es geklärt – lieben oft den bequemen Weg und wollen sich nicht bewusst gerne im Vordergrund präsentieren. Zahlreiche wollen nicht ganz vorne mitspielen, weil dies oft auch eine sehr unbequeme Rolle ist.

Meine liebend Blogleser, lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es darum geht die Zukunft aktiv zu gestalten. Wir leben aktuell in einer wirtschaftlichen Zeitachse, die von einem temporeichen Wandel geprägt ist. Viele, darunter auch Experten prophezeien, dass

  • auf der einen Seite Millionen Jobs verloren gehen und
  • auf der andern Seite mindestens genauso viele entstehen.

Klar ist das nicht gerade positiv für einen, wenn man von dieser Entwicklung betroffen ist. Wo gibt es die Sicherheit, falls der eigene Job wegfällt man in der Lage ist, sich für den anderen neuen zu qualifizieren? In der Geschichte der Menschheit gab es solche Entwicklungen immer. Es verändern sich oft auch radikal die Voraussetzungen für die eigene Zukunft.

  • Neue Spielregeln kommen.
  • Neue Produkte kommen.
  • Neue Anbieter kommen.

Diese verändern zusammen auch das Wichtigste einer Firma: den Kunden. Wenn heute viele Händler aufschreien und sagen: „Es fließt wahnsinnig viel Geld in Richtung Onlinehandel.“, bedeutet dies nur, dass sie sich selbst noch keine Gedanken darüber gemacht haben, wie Sie mit dieser Herausforderung umgehen. Falsch ist: Untätig sein und glauben, es geht für einen positiv weiter.

Meine Empfehlung lautet in diesem Blog: „Gestalten Sie aktiv Ihre Zukunft und lassen sich von niemanden dadurch abhalten oder negativ beeinflussen!“