KMU – Unternehmer zeichnen ein düsteres Zukunftsbild

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KMU – Unternehmer zeichnen ein düsteres Zukunftsbild

Fokus: The First Coachedian®

Im Zuge meines großen gesellschaftlichen Projektes „The First Coachedian® habe ich in den letzten Monaten viele persönliche Gespräche mit Unternehmern geführt. Im Kern geht es darum, wie Eltern ihre Kinder beim Start in das Berufsleben und somit in die Wirtschaft optimal unterstützen.

 

Vorhaben skizzieren

Neben 2 Büchern, einer Bühnen-Show & einer TV-Show, welche die 3 Säulen bilden, gibt es eine 4. Säule: Die Mission „Our Kids – Our Future“. Wir wollen bei diesem Projekt / mit dieser 4. Säule gemeinsam mit Vorzeige-Betrieben einen positiven Ruck durch die Gesellschaft auslösen. Der dazu führt, dass in Österreich und Deutschland Eltern ihre Vorbild-Rolle wahrnehmen und somit ihre Kinder auf den Weg in das Berufsleben und somit in die Wirtschaft bestmöglich begleiten.

Am Beginn großer Vorhaben, die später viel bewegen – das kennen Sie sicher aus eigener Erfahrung – liegt ein weißes Blatt Papier. In der Phase, wo man ein solches Vorhaben / Projekt skizziert, gibt es natürlich keine Garantie, ob alles Geplante wirklich aufgeht.

Am Ende der ersten Phase steht man vor „der großen Herausforderung“ – wie in unserem Fall –  erstklassige Vorzeige-Betriebe als Missions-Partner zu gewinnen.

 

Vorzeige-Betriebe gewinnen

Gerade bei einem Thema, das den Eltern unter den Fingernägeln brennt und gleichzeitig Unternehmer ihr Leid klagen, ist es häufig schwierig echte „Vorzeige-Betriebe“ zu gewinnen. Viele Entscheidungsträger – vor allem in großen Betrieben – sind oft skeptisch, weil sie selbst seit Jahren an diesem Problem arbeiten und keine optimale Lösung gefunden haben. Man ist also nicht nur skeptisch, sondern man ist aufgrund eigener negativer Erfahrungen eigentlich schon davon überzeugt, dass das nicht gelingen kann.

 

Befindlichkeiten und falsche Einschätzungen

Wie so oft im Leben geht es auch hier um Befindlichkeiten und oft um eine falsche Einschätzung, die aber gleichzeitig auch als Schutzschild für die Betroffenen dienen. Es ist für viele Entscheidungsträger sehr schwer, später vielleicht zugeben zu müssen, dass sie es selbst nicht geschafft haben. Jetzt kommt jemand, der will das Gleiche – vielleicht noch größer / noch beeindruckender – angehen und der schafft es.

 

Vorzeige-Betriebe mit dem Herz am rechten Fleck

Unter unseren langjährigen treuen Kunden haben wir viele, die nicht nur echte Vorzeige-Betriebe sind, sondern wo die Unternehmer das Herz am rechten Fleck tragen. Diese waren sehr schnell bereit, unsere Mission zu unterstützen.

 

Wo finde ich gute Mitarbeiter?

Viele Unternehmer erleben es täglich mit ihren Führungskräften, wie schwierig es ist, gute Mitarbeiter zu erhalten. Es wird auch Ihnen – meine lieben Blog-Leser nicht entgangen sein, dass wir seit Jahren mit steigender Tendenz in Medien lesen, hören und im TV präsentiert bekommen, dass der Fachkräfte-Mangel immer mehr dazu führt, dass Firmen ihre Kunden-Aufträge nicht mehr bewältigen bzw. nicht mehr in der Lage sind, neue anzunehmen.

Was nützt einem ein hervorragendes Firmenkonzept, vom Kunden angenommen, wenn Kunden-Aufträge aufgrund fehlenden Personals nicht abgearbeitet werden können!!!

Auf der anderen Seite entstehen immer mehr Wellen von Jugendlichen, die den Entscheidungsträgern eines deutlich aufzeigen: „Für sie ist „Arbeit“ nicht mehr so wichtig. Sie wollen das Leben nach ihren Vorstellungen genießen. Selbst Statussymbole und alt hergebrachte Regeln rund um das Thema Arbeit, Freizeit und Gesellschaft gelten für sie nicht mehr.“

 

Wie sieht dies in der Praxis aus?

In meinen unzähligen Gesprächen mit Jugendlichen, die vor dem Eintritt in die Wirtschaft stehen und auch mit Lehrlingen zeichnet sich folgendes Bild ab. Viele Jugendliche sind der Meinung: „Wenn es mit dem Job nicht klappt, muss mich der Staat erhalten. Dafür ist der Staat da.“ Ich hake dann nach: „Woher kommt diese Haltung?“ Die Jugendlichen meinen dann sinngemäß: “Herr Panhölzl, ganz einfach. Dafür ist der Staat da. Haben wir ja gerade gesagt.“

Somit ist es schwierig, Jugendlichen die Arbeit schmackhaft zu machen. Allemal gibt es tolle Ausnahmen. Doch sobald Jugendliche zB als Lehrlinge starten, kommt oft das böse Erwachen. Am 5. April 2018 gab es dazu einen interessanten Bericht in der Berliner Morgenpost unter dem Titel „Jeder 4. bricht seine Lehre ab“.

Klar sagt die Statistik auch,

  • dass viele auch deshalb die Lehre abbrechen, weil sie feststellen, dass der Beruf für sie nichts ist.
  • dass sie mit den Arbeitsbedingungen nicht klar kommen.
  • dass sie sich etwas anderes unter ihrem gewählten Beruf vorgestellt haben. Uvm.

Diese Erkenntnisse nehmen dann gerne die Arbeitnehmer-Vertreter wie z.B. die Gewerkschaft, um aufzuzeigen, dass man solche Quoten nicht so ernst nehmen darf. Denn es geht nicht um die Befindlichkeit der Jugendlichen, der Arbeitnehmer, sondern Umstände sprechen dafür.

 

Wer ist verantwortlich?

Das wird sicher auf den einen oder anderen Fall zutreffen. Doch es ist mehrheitlich so, dass die negative Einstellung von Jugendlichen gegenüber dem Beruf und der damit verbundenen Arbeit immer negativer wird. Wenn ich z.B. in Berlin mit Jugendlichen darüber spreche, wie sie ihr Leben gestalten wollen – d.h. z.B. ein Auto zu kaufen, gemeinsame Urlaube mit der Freundin / Freund / Mann / Frau z machen, eine Wohnung zu kaufen oder ein Haus zu bauen, erlebe ich oft Antworten wie: „Herr Panhölzl, ich brauche kein Auto. Ich fahre U-Bahn.“

Statussymbole sind heute nicht mehr so wichtig, die früher absolut „IN“ waren. Heute haben viele Jugendliche eine ganz andere und oft leider falsche Vorstellung von ihrer Zukunft und ihrem Leben.

Im Zuge dessen folgt immer wieder der Hinweis, dass, wenn alles nichts wird, der Staat dafür verantwortlich ist, ihnen Geld zu geben, damit sie ihr Leben führen können.

 

Status: Unternehmer

Die Unternehmer, mit denen ich geplaudert habe, bestätigen viele dieser Aussagen und überbieten sie sogar. In 4-Augen-Gesprächen erzählen viele Unternehmer, die Vorzeige-Betriebe leiten, sinngemäß Folgendes: „Herr Panhölzl, wenn ich könnte, würde ich heute zusperren!“ Solche Aussagen tun mir weh, aber ich verstehe sie auch. Vor allem müssen diese Unternehmer täglich kämpfen, damit ihre Firma auf Erfolgskurs bleibt.

In den Medien wird oft ein sehr negatives – und ich würde sogar sagen – beschämendes Bild über die vielen Klein- & mittleren Unternehmen gezeichnet. Sie werden nämlich tot geschwiegen und eher mit den großen Big-Playern in einen Topf geworfen, bei denen man negative Verhaltensmuster gegenüber ihren Mitarbeitern aufzeigt. Der Unternehmer wird meist als vermögend, als unfair zu seinen Arbeitnehmern uvm. dargestellt.

Vielen dieser Journalisten als auch den Inhabern dieser Medien ist gar nicht bewusst, dass sie hier eine Stimmung anheizen, die

  1. nichts mit der Realität zu tun hat und
  2. brandgefährlich ist.

Schauen Sie sich einmal selbst in dem Ort / in der Stadt um, in der Sie wohnen. Sofort erkennen Sie, wie viele kleinere und mittlere Unternehmen hier tätig sind, die das Ortsbild prägen. Die letztendlich dafür sorgen, dass unser Leben lebenswert ist und wir viele schöne Dinge des Lebens täglich ums Eck genießen können. Wenn diese Inhaber aufgeben, weil

  • sie unter der Bürokratie nicht nur stöhnen sondern im wahrsten Sinne des Wortes zusammen brechen
  • sie nicht mehr wissen, wie sie ständig steigende Auflagen und auch die Kosten, die ein Betrieb mit sich bringt, in den Griff bekommen.

… dann werden vielleicht auch die Medienvertreter, Gewerkschaften, Politiker und viele andere öffentliche Meinungsbildner erkennen, dass sie diesbezüglich seit Jahren einen Brand beschleunigen, der hoch gefährlich ist.

Ich selbst bin ein positiver Mensch, der immer mit machbaren und oft auch verrückten Perspektiven in die Zukunft blickt. Mir ist es wichtig, die Zukunft aktiv zu gestalten!  Klar weiß ich, dass man dann vor vielen Blockaden steht und damit verbunden oft schwere Steine kräfteraubend aus dem Weg räumen muss.

 

Was steckt dahinter?

Mit meinem Projekt „The First Coachedian® werde ich nicht nur ein Zeichen für die Jugend und somit die Zukunft der Gesellschaft setzen, sondern gleichzeitig dafür sorgen, dass die Wirtschaft richtig verstanden wird. Dass vor allem Jugendliche erkennen: „Wenn der KMU-Motor schwächer wird und vielleicht im schlimmsten Szenario stirbt, zerbricht daran auch unsere heutige so geliebte Wohlstands-Gesellschaft.“

Nehmen wir die düsteren Zukunftsbilder von Unternehmern ernst – auch wenn ich sie nicht befürworte. Denn auch die Unternehmer sind in der Verantwortung ihrer Vorbild-Funktion. Menschlich verstehe ich ein solches Verhalten. Gesellschaftlich müssen wir dafür kämpfen, dass Unternehmer wieder mit mehr positivem Blick in die Zukunft gehen. Weg vom Jammern hin zum aktiven Gestalter und Pionier werden.

Liebe Jugendlichen, die folgenden Worte sind an EUCH gerichtet: „Aufwachen und Erkennen ist das Gebot der Stunde. Denn ohne Wirtschaft und ohne tollen Beruf ist auch euer schönes Leben sehr schnell gefährdet!“