Die Internet-Generation – der Kunden von morgen

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Die Internet-Generation ist der alles entscheidende Kunde von morgen! – Wie gut ist Ihre Firma darauf vorbereitet?

 

Die Internet dominante Gesellschaft

Der Wandel zur Internet dominanten Gesellschaft ist vollzogen. Führungskräfte und MitarbeiterInnen, die diese Tatsache ignorieren verlieren. Diese Erkenntnis wird permanent bei meinen Seminaren, zahlreichen Mystery-Shopping-Touren und vielen Experten bestätigt.

 

Berlin inside

Für meinen Blog bereite ich auch aktuell eine immer wieder kehrende Rubrik mit dem Titel: „Berlin inside“ vor. Die Hauptstadt hat sich unter anderem zum Hotspot für Trends und auch damit eng verbunden für die Internet-Szene entwickelt. Berlin gilt diesbezüglich als führende Stadt weltweit. Sie reiht sich mittlerweile unter den Top 10 ein, wenn es um Folgendes geht: Neue Geschäftsmodelle, neue Trends, die allesamt eng verbunden mit den mannigfachen Möglichkeiten des Internets, auszuprobieren und zu verbreiten.

 

Sind Sie auf diese Internet-Generation bestens vorbereitet?

Mit diesem Blog-Artikel möchte ich Sie heute für ein ganz wichtiges Thema sensibilisieren: Wie fit ist Ihre Firma für die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die durch die Internet-Generation entstehen?

Kommunikation – eine Schlüsselkomponente

Bereits heute – davon bin ich überzeugt, bemerken auch Sie jeden Tag – erkennen viele Führungskräfte und MitarbeiterInnen eines klar: Alle Zielgruppen wurden von den Veränderungen, die das Internet und die damit verbundenen neuen technologischen Möglichkeiten verändert. Vom top Entscheidungsträger eines Konzerns über die Chefinnen und Chefs von Klein- & Mittelstands-Betrieben sowie sämtliche Führungskräfte und MitarbeiterInnen kommunizieren bereits heute anders, als das noch vor 10 Jahren der Fall war. Sie informieren sich anders. Fordern Angebote in einer anderen Art und Weise ein uvm. Die Liste ist – man könnte fast sagen – unendlich verlängerbar. Denn jeden Tag entstehen neue Trends und Möglichkeiten. Viele davon sind im Experimentier-Stadium. D.h. manche werden genauso schnell wie sie gekommen sind, auch wieder verschwinden. Andere etablieren sich und verändern die Gewohnheiten der Gesellschaft nachhaltig und für immer.

 

Beispiel: YouTube

Ein gutes Beispiel ist YouTube. Ich kann mich noch gut erinnern, wie man auf diese Möglichkeit im Internet aufmerksam geworden ist. Dortzumals hat man sich die berechtigten Fragen gestellt:

  • Setzt sich das durch?
  • Laden Menschen tatsächlich Videos hoch, damit andere sich diese ansehen können?
  • Werden Menschen überhaupt sich die Zeit nehmen über diesen Kanal Videos anzusehen?

Begründet wurde die damalige Skepsis mit der Erkenntnis, dass früher die Download-Geschwindigkeiten einfach zu wünschen übrig ließen. Man konnte sich nicht ein Video nicht ruckfrei und vor allem durchgehend ansehen. Es wurde oft unterbrochen. Es flimmerte. Die Szenen steckten fest. Ton und Bild passten nicht zusammen uvm.

 

Die junge Generation wächst mit diesen technischen Errungenschaften auf

Die heutige junge Generation bis 25 Jahre kann sich das gar nicht mehr vorstellen, dass es auch solche Zeiten im Internet gab. Denn sie sind durch mittlerweile perfekt funktionierende Streaming-Dienste verwöhnt. Nicht nur Musik sondern auch Videos kann man mittlerweile auf jedem guten Endgerät nicht nur downloaden. Nein, sondern man kann sich die Videos mittels Stream ansehen sooft man will ohne Speicherplätze zu belasten, ohne einen großen finanziellen Aufwand zu betreiben, weil die meisten auch mittlerweile über üppige Daten-Flatrates verfügen.

 

Auch die Wirtschaft hat sich mitverändert

Das Interessante bei solchen Internet-Angeboten wie YouTube ist für mich die Tatsache, dass sie sich auch immer mehr in die Entscheidungsprozesse der Wirtschaft einbetten. Viele Entscheidungsträger konnten sich das vor einigen Jahren noch gar nicht vorstellen. Ich kann mich noch gut erinnern, wenn ich z.B. im Zuge von Vorträgen mit dem Handwerk, der Baubranche, dem Gewerbe z.B. auf Folgendes hingewiesen habe: Dass es Sinn machen könnte, Bedienungsanleitungen und Montageanleitungen zu filmen, damit der Kunde und auch ein neuer Monteur z.B. den Einbau versteht bzw. die Anwendung des Produktes. Da saßen mir gegenüber große Augen, die sich das gar nicht vorstellen konnten.

In diesen Branchen bleibt auch kein Stein auf dem anderen. Seit vielen Jahren verfolgt man auch immer wieder eindeutig ein Ziel: Modern für Neues und andere Technologien, die täglich zum Einsatz kommen. Ein gutes Beispiel dafür sind Wärmepumpen, die Fotovoltaik uvm. Das bedeutet, der Kunde heizt heute ganz anders, versorgt sich ganz anders mit Energie. Viele davon mittlerweile tatsächlich autark.

Ich kann mich noch gut erinnern, als gerade der Westen diesbezüglich eine Vorreiter-Rolle einnahm. Vor allem wenn es darum ging, nicht nur mehr die klassische Bauweise zu forcieren, sondern z.B. das Niedrigenergiehaus. Baufirmen – vor allem im Osten, somit Wien und Niederösterreich – konnten sich das gar nicht vorstellen. Sie meinten: „Nein, klassisch Ziegel pur – das ist die Zukunft.“ Heute gibt es Passivhäuser. Heute gibt es Mischformen zwischen klassischer Bauweise mit den neuen Möglichkeiten kombiniert. Das bedeutet, der Markt verändert sich permanent und die Branchen setzen dabei immer häufiger auf neue Technologien, auf neue Erkenntnisse, um auf der einen Seite einzusparen bei gleichzeitiger Steigerung des Wohlfühl-Faktors.

Natürlich sind Kunden bei solchen neuen Technologien skeptisch. Man betritt Neuland. Wenn dann so eine Wärmepumpe eingebaut ist, man ganz anders heizt, macht es durchaus auch Sinn, das Ganze in einem Video zu erklären. Ich kenne genügend Firmen, wo dann das Monteur-Team dasteht und sagt: „Um Gottes Willen, wir haben schon wieder ein neues Produkt. Wie baue ich das ein?“ Hier wäre wieder die Industrie, der Lieferant der Produkte gefordert, der z.B. mit einfachen Videos abgestellt auf YouTube – vielleicht sogar in diesem Fall Passwort geschützt – dem Montage-Team aufzeigt, wie man die einzelnen Schritte beim Einbau optimal durchführt. Bei den Bauleitern, Polieren, Monteuren ist es nicht anders. Es betrifft jeden! Die meisten verfügen über ein Smartphone. Das zieht man aus der Hosentasche, holt sich das Video, sieht sich kurz die Einbau-Hinweise an und los geht’s. Denn ein Bild –wir wissen das seit Ewigkeiten – sagt mehr als tausend Worte. Kurz erklärt, kurze Anleitung, das Ganze auch noch bildhaft gesehen und schon sind die Monteure im Bilde.

 

Internet ist allgegenwärtig und beeinflusst auch die Wirtschaft

Egal wo man hineinsieht, wie man es dreht und wendet, in welcher Konstellation Sie unterwegs sind – als Verkäufer, der sein Produkt optimal platzieren will oder im Erfüllungsprozess: Das Internet ist allgegenwärtig und beeinflusst Entscheidungen und Abläufe nachhaltig.

 

Die neue Generation an entscheidenden Positionen

In ein paar Jahren – das dürfen vor allem die Entscheidungsträger nicht übersehen – sind Menschen, die mit der Internet-Generation groß geworden sind, an entscheidenden Positionen in der Wirtschaft. Sie werden Angebote annehmen oder ablehnen. Sie werden den Wirtschaftskreislauf von der Kommunikation bis zur Erfüllung anders gestalten. Sie sind in einem ganz anderen Kommunikations-Stil aufgewachsen, den gerade viele Menschen ab 40 Jahre aufwärts erst lernen und verstehen müssen. Selbst diese in der Internet-Generation aufgewachsenen Menschen, die jetzt auch in der Wirtschaft an entscheidende Positionen kommen, müssen ständig dazulernen. Weil nichts in der Geschichte der Menschheit hat sich bisher so rasant weiterentwickelt wie das Internet.

Wenn ich mit Internet-Experten Seminare und Firmentrainings durchführe, erzählen mir die Seriösen sinngemäß eines: „Herr Panhölzl heute ein Internet-Experte in einem Spezial-Gebiet zu sein, ist eine echte Herausforderung. Das Tempo der Entwicklungen und Veränderungen ist so rasant, dass man stetig am Ball bleiben, sich weiter entwickeln muss, damit man auch morgen noch in dem ausgewählten Bereich des Internets ein Experte ist. Man muss diese Entwicklung auch den Kunden verkaufen. Denn es ist schon in der Praxis oft so, dass man gerade dem Kunden etwas empfohlen hat – z.B. wie erreicht man ein gutes Ranking in Suchmaschinen wie Google – und dann ändern diese Big Player die Spielregeln und schon musst du wieder ein Update durchführen.“

 

Offen für Veränderungen und sich ständig weiterentwickeln

Viele Entscheidungsträger hören das nicht gerne. Obwohl wir – wenn wir ehrlich sind – wissen alle: Genauso läuft es. Denn schauen Sie mal auf Ihre Apps. Wie häufig bekommen Sie den Hinweis, dass wieder ein Update durchgeführt wurde. Denn die meisten Updates haben wir längst automatisch eingestellt. Wenn man sich ansieht, wie oft auch bestehende, gut funktionierende etablierte Apps sich durch Updates erneuern, bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie rasant sich das gesamte Internet weiter entwickelt. Dass sich diese rasante Entwicklung auch auf unsere reale Wirtschaft, auf das Menschliche, auf die persönliche Kommunikation auswirkt, ist heute den meisten Entscheidungsträgern und MitarbeiterInnen klar.

Wenn Sie darüber nachdenken, wie man die Strategie der Firma verbunden mit dem Firmenkonzept optimieren soll, müssen Sie dem Internet einen immer größeren Platz einräumen. Sie müssen sich genau ansehen, wie sich die Internet-Generation entwickelt und welche Herausforderungen dadurch auf Ihre Firma zukommen.

Nehmen Sie diese Entwicklungen ernst. Denn ich weiß natürlich, im Alltag erkennt man es nicht gleich auf den ersten Blick. Viele klassische Unternehmen und deren Entscheidungsträger erzählen mir: „Herr Panhölzl, ja man merkt schon, da gibt es einige Veränderungen. Aber wissen Sie, die gute alte Empfehlung, die wirkt immer noch. Ich mache meine Geschäfte gerne vor Ort und ich glaube, daran wird sich nichts ändern.“ Natürlich werden auch solche Klassiker von Bestand sein. Manche werden 50, 60 Jahre noch gültig sein. Manche vielleicht sogar Jahrhunderte. Doch die Mischung ist es auf die wir uns konzentrieren müssen.

  • Denn was ist denn heute ein Posting?
  • Was ist denn heute ein soziales Netzwerk unter anderem?

Es ist auch die größte Plattform, wo Empfehlungen ausgetauscht werden. Gewiss wird man sich immer wieder auch mit Menschen persönlich treffen. Das liegt in der Natur der Sache. Das liebt der Mensch. Daran wird sich auch nichts ändern. Denn was macht man denn heute z.B. mit sozialen Netzwerken à la Facebook? Man vereinbart auch Treffen. Man vereinbart eine Party. Wichtig ist, dass wir dabei eines nicht übersehen: Der Mix wird entscheiden. Das sage ich auch immer wieder Entscheidungsträgern die fast noch immer das Klassische ausnahmslos forcieren. Es geht nicht darum: Das eine oder das andere? Sondern: Wie kann Ihre Firma in allen Variationen, die am Markt existieren, optimal punkten? Dass eine dieser Varianten das dominante Internet mit seinen mannigfachen Möglichkeiten ist, steht auch für Trends-Verweigerer außer Zweifel. Es wird durchaus so sein, dass manche Firmen sagen: „Ja, 60 % bis 70 % mache ich noch so Face-to-Face auf den klassischen Beziehungs-Ebenen.“ Die Quote wird sich aber mit Sicherheit in den nächsten Jahren verschieben. Und darauf sollten Sie sehr gut vorbereitet sein.

In der Zukunft werden Sie in meinem Blog auch immer häufiger über neue Trends am Markt und viele davon auch sehr eng gekoppelt mit dem Internet informiert werden. Ein Schwerpunkt wird dabei sein „Berlin inside“.