Gottschalks große 68er Show

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Gottschalks große 68er Show

In der Theater-Hitze untergehender Andreas Gabalier – Thomas Gottschalk in Höchstform und ein roter Themenfaden, der unter die Haut geht!

Am 06.09.2018 hatte ich das besondere Vergnügen bei der Aufzeichnung der ZDF-TV-Show „GOTTSCHALKS GROSSE 68er SHOW“ live dabei zu sein.

 

Vorbereitungen auf die ZDF-Show

Wie schon oft von Journalisten rund um das Thema TV-Show festgehalten, wird vom Publikum immer mehr an Durchhaltevermögen abverlangt. Um 18:45 Uhr war der Einlass und um 19:30 Uhr ging es mit der Vorbereitung des Publikums auf die Show los. Im Publikum waren bezüglich des Themas „Die 68er-Jahre“ viele ältere Personen.

 

Im Mehr! Theater in Hamburg, wo normalerweise Musicals aufgeführt werden, wurde die ZDF-Show aufgezeichnet. Ich war erstaunt, wie extrem heiß es dort bereits am Beginn war. Von fleißigen ZDF-Mitarbeitern wurde noch Wasser in den Publikumsreihen verteilt. Ein Mann erklärte die Show und ihren Ablauf und dann kam Thomas Gottschalk auf die Bühne. In seiner gewohnt lässigen und charmanten Art erklärte er etwas zur Show, machte seine geliebten Gags und kündigte an, dass es in 10 Minuten losgeht. Keiner wusste zu diesem Zeitpunkt, dass die Show-Aufzeichnung über 3,5 Stunden dauern sollte.

 

Thomas Gottschalk startete die ZDF-Show

Nun waren alle gespannt und es ging los! Thomas Gottschalk betrat die Bühne und nach gut 5 Minuten bemerkten auch wir im Publikum, dass minimal für wenige Sekunden der Ton weg war. Sofort wurde die Show gestoppt und Thomas Gottschalk bekam von der Regie den Hinweis, dass es bei ihm einen kurzen Ton-Aussetzer gegeben hat. Thomas Gottschalk erwiderte gleich: „Das ist mir in 30 Jahren Moderation und vielen TV-Shows noch nicht passiert.“ Für uns im Publikum nicht hörbar hatte es den Anschein, dass die Regie ab dem Ton-Aussetzer wieder einsteigen wollte. Thomas Gottschalk – wie man ihn kennt – entschied jedoch nochmals zu starten. Der begleitende Moderator im Saal-Publikum erklärte uns noch, als Thomas Gottschalk wieder hinter der großen Bühnen-Leinwand verschwand, dass nun sein Mikrofon ausgetauscht wird und dann geht es nochmals los.

Beim Hinausschreiten von der großen Bühne drehte sich Thomas Gottschalk nochmals um und sagte gut gelaunt ins Publikum: „Den Text bringe ich natürlich nicht mehr so hin, wie ihr ihn gerade gehört habt.“

Dann startete die große 68er Show von Thomas Gottschalk nochmals und verlief bis zum Ende reibungslos. Was zu diesem Zeitpunkt keiner im Publikum ahnte, war die tatsächliche Dauer von über 3,5 Stunden. Aufgrund der beschriebenen Hitze im Mehr! Theater war dies wirklich eine echte Herausforderung, nicht nur fürs Publikum, sondern auch für die anwesenden Stars – den Gästen, die auf der Couch während der ganzen Show bei ihm saßen.

 

Viele Stars bei der 68er Show – Andreas Gabalier kämpfte gegen die Hitze an

Wie heiß es war, konnte man von Stunde zu Stunde bei Andreas Gabalier feststellen. Er trat bei der Show als Erster mit einem 68er-Song auf. Er saß somit mit anderen Gästen wie z.B. Uschi Glas und Claudia Roth die 3,5 Stunden auf dem Sofa.

 

Was Sie am 06. Oktober 2018 bei der ZDF-Ausstrahlung nicht sehen werden, löste im Publikum immer wieder viele Lacher aus. Immer wenn die Show-Acts waren, richteten sich die Kameras auf die Künstler und die Scheinwerfer, die das Sofa bestrahlten wurden zurückgefahren. In diesen kurzen Phasen kamen die Visagisten und die Assistenten um z.B. den Schweiß von der Stirn abzutupfen, das Make-up ein wenig aufzufrischen uvm.

Ein Blick auf die Mimik und Gestik von Andreas Gabalier genügte und schnell war allen klar: Auf der Show-Bühne, wo das Sofa stand, herrschten auch diese unerträglichen Temperaturen. Er stand ständig auf und – obwohl wie üblich bekleidet mit einer kurzen Lederhose und einem T-Shirt – zupfte er ständig am T-Shirt herum, so wie wir es alle tun, wenn wir uns irgendwie kühle Luft verschaffen wollen. Man erkannte, ihm musste in seiner Kleidung bereits extrem heiß sein. Nach gut 3 Stunden nahm er einen Polster vom Sofa und versuchte ihn als Fächer zu verwenden, der ihm kühle Luft zuführte. Andreas Gabalier machte den Eindruck, er hält die Hitze nicht mehr aus und er wusste nicht mehr, was er tun sollte, damit es endlich kühler wurde.

 

Was geschah in den 68er-Jahren? Wichtige Themen

Genauso heiß wie es im Mehr! Theater in Hamburg war, war der rote Themen-Faden von „GOTTSCHALKS GROSSER 68er SHOW“. Klar sprach man auch über die gängigen bekannten Themen der 68er-Jahre, die man oft auch gerne Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll-Jahre bezeichnet. Doch sehr schnell wurde klar, es ging dortzumals nicht nur darum, dass die Jugend die Fesseln von den Generationen davor sprengen wollte. Sondern es wurde auch erst aufgezeigt, wie wichtig die vielen Bewegungen in den 68er-Jahren waren, die eines einte: „Gegen die Ungerechtigkeiten von denen da oben, die die Weltpolitik entscheiden und viel Kummer, Leid und Sorgen über uns Menschen gebracht haben.“ Durch das Einspielen von Filmen sowie anhand einer fiktiven Familie wurde aus meiner Sicht sehr gut aufgezeigt, warum die 68er-Jahre so wichtig waren. Auch für den Wohlstand, den wir heute so gerne genießen.

Vor allem die Ungerechtigkeiten im Vietnamkrieg, die Terroristen-Anschläge in Deutschland uvm. wurden in der Show thematisiert.

 

Kernbotschaften – Stars erzählen

Was mich besonders freute war der rote Themen-Faden, der immer wieder auch von den anwesenden Stars verfolgt wurde: Z.B. Peter Fonda, der mit dem Film „Easy Rider“ vor 50 Jahren Filmgeschichte schrieb. Oder auch von der Vizepräsidentin des deutschen Bundestages Claudia Roth. Auch Thomas Gottschalk schloss sich diesen Aussagen an, die im Kern immer wieder eine Botschaft beinhaltete: „Brauchen wir wieder die 68er-Jahre?“ In den Statements war die Antwort eindeutig: „JA!“

Die Welt ist nicht nur im positiven Umbruch in Richtung Digitalisierungs-Zeitalter unterwegs, sondern Menschenrechte werden beschnitten, unser Wohlstand ist gefährdet, weil viele mächtige Entscheidungsträger es offensichtlich so wollten. Ja, Thomas Gottschalk ließ mit seinen Gästen keinen Zweifel daran, dass es wieder an der Zeit ist, dass Menschen aufstehen und sich gegen das Establishment zur Wehr setzen.

 

Werden Ängste und Negatives bewusst geschürt?

Auf der Heimfahrt ins Hotel nach der ZDF-Show war ich berührt und nachdenklich. Wenn man sich die letzten Jahre so ansieht, waren sie von gefährlichen Finanz-Krisen, eine noch immer andauernde negativen Flüchtlings-Diskussion geprägt. Man merkt immer häufiger, dass Gruppierungen ganz bewusst das Positive in unserer Gesellschaft gefährden und leider manche auch zerstören wollen. Viele dieser Akteure schüren ganz bewusst Ängste in der Bevölkerung und blasen sie derart groß auf, dass man eigentlich blind erkennen müsste, dass das mit der Realität nichts zu tun hat. Leider kann man heute Menschen durch die modernen Technologien und den damit verbundenen Endgeräten noch viel schneller beeinflussen und auch falsche Botschaften so darstellen, als würden sie real sein.

 

Wir setzen ein Zeichen

Mit unserer Mission „Our Kids – Our Future“ wollen wir demnächst ein Zeichen in der Gesellschaft – vor allem in Österreich und Deutschland – setzen. Im Kern geht es darum, dass Eltern positive Vorbilder für ihre Kinder werden und diese beim Start ins Berufsleben optimal unterstützen.

 

Immer häufiger muss ich als Wirtschaftstrainer feststellen, dass die Balance zwischen

  • privatem Leben = somit Freizeit und
  • dem anderen Lebensabschnitt „Arbeiten in einer Firma“

ebenfalls aus den Fugen gerät.

 

Warum ist „Arbeiten“ so negativ besetzt?

Ob Mitarbeiter, die oft auch Eltern sind oder ihre Kinder, die in den Beruf starten: Viele vertreten die Meinung, dass Arbeiten in einer Firma mehrheitlich etwas Negatives ist. So eine Entwicklung ist eigentlich unverständlich. Denn jeder weiß, dass man im aktuellen gesellschaftlichen System nur dann privat ein schönes Leben genießen kann, wenn man in einer Firma arbeitet und somit Geld verdient, um sich das Schöne im privaten Leben leisten zu können.

Wenn ich mich mit Jugendlichen, die gerade in den Beruf gestartet sind oder sich kurz davor befinden über das Thema „Arbeit und ihr privates Leben“ unterhalte, bin ich oft traurig, weil mir die auf den Punkt gebracht Folgendes erklären: „Herr Panhölzl, ich sehe das nicht so, dass Arbeiten so wichtig ist. Wenn ich es beruflich nicht schaffe, dann muss mich der Staat erhalten. Dazu ist er da.“

Natürlich erkläre ich den Jugendlichen daraufhin, dass das – wenn dies alle so sehen wie sie – nicht funktionieren kann. Die Möglichkeiten des Staates, hier zu unterstützen sind nur gegeben, weil ein anderer Teil der Bevölkerung aktiv arbeitet, vereinfacht gesagt konsumiert und dadurch können Steuern eingenommen werden. Wenn das ausbleibt und wir uns alle darauf verlassen, dass der Staat uns erhält, wird dies nicht möglich sein. Obwohl ich diese Aussagen auch mit Zahlen, Daten und Fakten untermauere, prallen diese an den Jugendlichen ab. Sie bleiben bei ihrer Meinung und lassen sich durch diese Aussagen nicht beeindrucken.

 

Positives Gestalten

Die Statements von den Prominenten in der ZDF-Show „GOTTSCHALKS GROSSE 68er SHOW“ sollten wir uns alle zu Herzen nehmen! Wir sollten einmal darüber nachdenken, was jeder Einzelne dafür tun kann, dass wir auch morgen noch in einer Welt und vor allem in Österreich und Deutschland leben können, in der das Miteinander optimal funktioniert und wir durch einen Wohlstand auch in der Lage sind, ein schönes Leben zu haben. Das sind wir nicht nur uns, sondern vor allem unseren Kindern schuldig!

Wir Erwachsene müssen unserer Vorbild-Funktion gerecht werden. Das heißt das tun, was getan werden muss, damit nicht die negativen Kräfte in der Gesellschaft die Oberhand bekommen und dann – wie schon so oft in der Geschichte der Menschheit – Kummer, Leid und Sorgen wieder unser Leben prägen.