20 Jahre SimulationsManagement

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20 Jahre SimulationsManagement – 20 Jahre Wirtschaft backstage erleben

Am 20. November 2017 haben wir 20 Jahre SimulationsManagement erreicht.

 

Unser Jubiläum – 20 Jahre SimulationsManagement

Ein solch rundes Jubiläum eignet sich vorzüglich für einen tiefgehenden Rückblick, der das eigene Leben genauso umfasst wie die vielen Wegbegleiter, vom Mitarbeiter über Geschäftspartner und unsere treuen Kunden.

 

Der Start des Unternehmens – Der Beruf als Berufung

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich bereits als 23-Jähriger regelmäßig Seminare abgehalten habe. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass der Beruf des Wirtschaftstrainers für mich eine Berufung ist. Ich wollte immer schon Menschen dabei begleiten, dass sie besser werden und dass sie ihre Ziele – zumindest in einem akzeptablen Rahmen – verwirklichen können.

Bei der Entwicklung meiner Seminare, beim Schreiben meiner Bücher und später bei den Vorträgen und Seminaren war mir eines besonders wichtig:  Dass die Teilnehmer erkennen, dass das private und das berufliche Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Meist haben mich die Chefs und Führungskräfte gebucht. In  den Vorbereitungen zu den Seminaren und bei deren Starts verspürte ich bei vielen Teilnehmern häufig eine  gewisse ablehnende Haltung habe. Doch das war für mich nichts Negatives. Denn mir war klar: Kommt der Chef oder die Führungskraft zum Team und macht eine Ansage: „Jetzt kommt ein Wirtschaftstrainer und der trainiert uns.“, dann macht sich bei einigen Betroffenen sehr schnell ein Unwohlgefühl breit. Viele stellen sich dann die Frage: „Warum brauchen wir eigentlich so etwas?“

 

Das Unbekannte – Vergangenheitsbewahrung

Ich weiß: Die vorkommende ablehnende Haltung weder mit meinen Inhalten noch mit meiner Person zu tun. Denn die meisten kannten mich in dieser Phase noch gar nicht. Sondern wir Menschen lieben das Unbekannte nicht. Vor allem dann nicht, wenn eingespielte Abläufe, das Bewährte, das Bekannte bedroht ist. Es ist verständlich, dass viele vermuten: Wenn ein Wirtschaftstrainer kommt, wird der etwas verändern. Viele haben ganz einfach Angst, dass ihre lieb gewonnenen Abläufe und das Gewohnte womöglich blitzartig umgestellt werden und sie sich auf neuem Terrain befinden. Man muss unbekanntes Land betreten. Man muss an sich arbeiten. Das bedeutet mehr Aufwand. Dieses Verhalten habe ich als Vergangenheitsbewahrung definiert. Leider gibt es in vielen Firmen – auch wenn im Seminar schnell das Eis zwischen mir den Teilnehmern zum Positiven gebrochen ist – die echten Vergangenheitsbewahrer, die aus Prinzip nichts ändern wollen.

Diese Personen, die sich gerne als Vergangenheitsbewahrer präsentieren, sind eine echte Gefahr für die Weiterentwicklung einer Firma, eines Teams oder auch eines neuen Projektes, Produktes uvm.

Leider Gottes gibt es die Vergangenheitsbewahrer auch oft unter den Chefs und Führungskräften. Sie wollen das Neue ganz einfach nicht akzeptieren. Sie wollen nicht erkennen, dass längst ein starker Wandel mit vielen Veränderungen eingesetzt hat, der auch sie betrifft. Ich bin überzeugt, Sie kennen auch aus Ihrem Umfeld Sätze wie: „Das haben wir immer schon so gemacht!“

 

Wie sehe ich die Rolle als Wirtschaftstrainer?

Wenn ich ein Firmentraining vorbereitet habe und wusste, dass mich einige der anwesenden Führungskräfte und Mitarbeiter nicht kennen, habe ich am Start des Firmentrainings mit einem für mich sehr eindeutigen und nachvollziehbaren Beispiel begonnen, welches unterstreicht, wie ich meine Rolle als Wirtschaftstrainer sehe und wahrnehme.

 

Mannschaftssport

Ich nehme als Beispiel den Sport. Am besten eignet sich aus meiner Sicht der Fußball. Dieser wird nicht nur von vielen Teilnehmern geschätzt und geliebt, sondern es ist auch ein Mannschaftssport. Oft habe ich als Beispiel den FC Bayern München genommen. Nicht weil ich ihn favorisiere – ich bin eher nicht so am Sport interessiert wie viele meiner Teilnehmer – sondern weil diese Mannschaft seit vielen Jahrzehnten immer wieder sehr erfolgreich ist.

 

Perfektes Zusammenwirken führt zum Erfolg

Ich beginne dann wie folgt: Liebe Teilnehmer, die Fußballer beim FC Bayern München sind absolute Top-Leute. Sie sind Spitzen-Stars. Sie wissen ganz genau, wie der Fußball funktioniert und dass sie eine gute Kondition brauchen. Sie kennen die Spielregeln. Und das Wichtigste: Sie wissen dass es ein Mannschaftssport ist.

Nur durch ein perfektes Zusammenspiel, wo man das eigene Potenzial mit den Kollegen verzahnt, kann man dauerhaft erfolgreich werden und bleiben.

 

Wozu brauchen die einen Trainer?

Nur so kann man ein Spiel gewinnen. Nur so kann man sein Ziel erreichen. Jetzt könnte man sich sehr schnell die Frage stellen: Wozu brauchen die eigentlich einen Trainer, der gleichzeitig auch noch für die verschiedenen Bereiche Co-Trainer hat? Diese millionenschweren Superstars wissen doch – wie oben festgehalten – bis ins Kleinste, wie guter Fußball funktioniert und wie man ihn umsetzt.

Sie haben ihren Trainer jedoch täglich. Dieser zeigt immer wieder auf, wie man es besser machen kann. Er korrigiert Kleinigkeiten auch Unebenheiten und Unregelmäßigkeiten im Team, er hält vor allem auch emotional den Spirit der Mannschaft oben und ist stets– man kann ruhig sagen – die gute Seele, die alles zusammenhält. Natürlich muss ein Trainer auch einmal ein Machtwort sprechen. Selbstverständlich muss er oft auch hart sein. Er tut dies jedoch nicht gegen die Mannschaft, sondern FÜR die Mannschaft und die damit verbundenen gemeinsamen Ziele.

Wenn ich so die Rolle eines Trainers präsentiere, merke ich zustimmendes Nicken. Und auch auf mein direktes Nachfragen sagen alle:  Ja, ich verstehe das, das ist richtig! So funktioniert das. Klar verstärke ich diese Wahrnehmung und vermittle: „Genauso sehe ich mich als Wirtschaftstrainer!“

 

Maßgeschneiderte Check-in-Tests als optimal Instrument für die Erfolge von morgen

Vor Firmentrainings gibt es einen sogenannten Check-in-Test. D.h. ich frage die Führungskräfte und die Mitarbeiter anonym ab, was aus ihrer Sicht in der Firma positiv läuft und wo es Handlungsbedarf gibt. Selbstverständlich ist in diesem Check-in-Test auch die Zukunft eingebaut.

Die Führungskräfte und Mitarbeiter füllen diesen Check-in-Test anonym aus und ich erhalte dadurch ein ungeschminktes Profil, wie und in welchen Bereichen es der Firma aktuell geht und wo die Beteiligten einen echten Handlungsbedarf sehen. Das funktioniert bereits seit 20 Jahren sehr gut – wird natürlich immer angepasst und weiterentwickelt.

Nach meiner Einleitung zum Seminar/Firmentraining, wo mich die Teilnehmer nun besser einschätzen können, die mich nicht kennen, präsentiere ich einmal die vom Team selbst aufgezeigten Stärken und Schwächen aus dem Check-in-Tests als Überblick.

Die Teilnehmer sehen nun, was sie selbst über ihre Firma sagen und wie sie sie in den einzelnen Abläufen und beim täglichen Miteinander einschätzen. Die aufgezählten Stärken und Schwächen sind allesamt wie oben erwähnt anonym. Sie werden einfach aneinandergereiht und jeder erkennt sich in seinen eigenen Aussagen wieder und wird oft von ähnlichen Formulierungen seiner Kollegen und Führungskräften sowie der Chefs bestätigt.

 

Das Know-how

Anschließend präsentiere ich das aus meiner Sicht und aus meinem Repertoire vorhandene Know-how klar nachvollziehbar und verständlich. Ich zeige aufgrund meiner Erfahrungen von vielen, vielen unzähligen Firmentrainings in 138 Branchen somit auf, wie man es besser machen kann.

 

Workshop

Am Nachmittag gibt es bei Firmentraining den vorher vorbereiteten Workshop, wo ich die Anwesenden in Gruppen einteilen und sie bitte, aufgrund der nun zur Verfügung stehenden Instrumente und Methoden zu den aufgezeigten Hürden Lösungen anzubieten. Gleichzeitig betreffen ein, zwei Aufgaben auch die Zukunft. Mittels der erlernten Methoden können sie nun Lösungen entwickeln. Wichtig ist auch zu präsentieren, wie man als Team / Firma zukunftsorientiert FIT für die wirtschaftlichen und somit auch persönlichen Herausforderungen ist und bleibt.

 

Begeisterung und Engagement

Ich freue mich immer wieder, mit welchem Feuer der Begeisterung und den damit verbundenen Engagement sich nun die eingeteilten Teams zusammensetzen und tatsächlich gemeinsam beginnen, die Hürden zu bewältigen. Sie müssen begreifen und fühlen, dass sie selbst die Herausforderungen erfolgreich bewältigen können. Natürlich mit dem notwendigen Werkzeug!

 

Nach gut eineinhalb bis maximal 2 Stunden kommt es nach der Pause zur Präsentation der Ergebnisse / der Lösungen. Immer wieder sind Mitarbeiter und vor allem die Führungskräfte und Chefs begeistert und teilweise auch erstaunt, wie viele erstklassige und vor allem wirkungsvolle Lösungen in den Teams und somit in den Menschen, schlummern.

 

Umsetzung im Alltag

Zum Schluss des Seminars bitte ich die Anwesenden ihre eigenen auf Funktionalität erfolgreich geprüften Lösungen nun konsequent zu mindestens in einem akzeptablen Zeitrahmen im Alltag umzusetzen.

 

Jeder ist selbst in der Lage, entsprechend Lösungen zu erarbeiten

Genauso sehe ich meine Rolle seit 20 Jahren und dauerhaft als Wirtschaftstrainer. Ich will den Anwesenden beweisen, dass sie selbst in der Lage sind mit tollen Anweisungen und Ideen die Zukunft zu gestalten und ihre Ziele erfolgreich zu finalisieren. Ich will nicht den Finger erheben, den Teilnehmern meine Vorstellungen einfach auf Auge drücken und sagen: Ab wann wird das so gemacht. Sondern ich möchte mit ihnen unter meiner Anleitung und auf Basis von tausenden Firmentrainings gemeinsam Optimierungsvorschläge erarbeiten bzw. Bestehendes, was gut läuft, für die Zukunft absichern.

 

Warum arbeiten Menschen gerne bewusst gegeneinander

Natürlich schafft man als Wirtschaftstrainer nicht alles, was man will. Ein Punkt der mir besonders weh tut, ist immer die Tatsache, dass Menschen – ich weiß bis heute nicht warum – gerne bewusst gegeneinander arbeiten.  Hinter dem Rücken reden. Sich im Team etwas ausmachen, wie man ganz bewusst eine Kollegin / einen Kollegen schädigt.

Ich habe dieses Verhalten noch nie verstanden. Es bringt auch nichts, denn Sie wissen – davon bin überzeugt – aus eigener Erfahrung, dass es immer einen gibt, der es besser macht. Dass eine selbst initiierte negative Welle wie ein Bumerang zurückkommt. Obwohl die meisten Menschen, die das tun genau wissen, dass ihr Verhalten zu nichts führt außer zu viel negativen Phasen, die sie auch selbst schwächen, tun sie es trotzdem.

 

Zum 20-jährigen Jubiläum von SimulationsManagement und damit verbunden meine Karriere als Wirtschaftstrainer möchte ich Ihnen heute zum Schluss dieses Blogs ein wenig ins Gewissen reden.

 

Unangemessenes Verhalten

Sie sind auf die Welt gekommen, weil es Ihre Eltern so wollten. Nach der Erziehung und dem Aufwachsen als Kind kommt unausweichlich der Zeitpunkt, wo es darum geht, dass man einen Beruf wählt und dadurch markant seinen Lebenslauf beeinflusst und die Weichen stellt.

Ab diesen Tag geht es darum: Welche Perspektiven entstehen für Sie ganz persönlich, wenn Sie in Ihren Beruf und dadurch in einer Firma aktiv mitwirken und mitdenken oder genau das Gegenteil tun? Viele Menschen – egal ob Führungskraft oder Mitarbeiter – blockieren ganz bewusst mögliche Team-Erfolge. Sie reden immer über das Negative zuerst. Sie sprechen selten über das, was funktioniert. Sie kritisieren sofort Erneuerungen, egal ob sie durch die Geschäftsleitung, Chef, Führungskräfte oder Mitarbeiter kommen. Man kann ohne Übertreibung sagen, sie sind immer gleich gegen alles und sehen s dadurch auch die Zukunft gefährdet.

Diese Menschen neigen auch stark dazu, ganz bewusst Gerüchte zu schüren, Unwahrheiten zu verbreiten oder auch Wahres so aufzubauschen, damit es dramatischer klingt. Dadurch entsteht ein noch stärkerer, negativer Eindruck. Ja, solche Menschen freuen sich, wenn es den anderen schlecht geht / am Boden liegen und – das Schlimmste für mich – dass sie durch ihr Verhalten nachhaltig das Klima in einer Firma oder in einer Abteilung vergiftet haben.

Es bringt nichts, sich so zu verhalten. Es schwächt nicht nur die Betroffenen, sondern letztendlich schwächt man sich selbst.

 

 

Meine Empfehlung

Meine Empfehlung zum 20-jährigen Jubiläum lautet: Ein echtes Team zeichnet sich durch ein starkes Miteinander aus. Jeder Einzelne ist sich bewusst: Nur gemeinsames positives Gestalten sichert die dauerhaften Erfolge in der  Firma ab. So profitiert jeder auch privat davon.

Nutzen Sie ab heute jede Gelegenheit und setzen Sie sich

  • für ein Miteinander,
  • für ein positives Betriebsklima und vor allem
  • für Freude und Spaß an der Arbeit ein.

 

Jeder Einzelne kann viel bewegen

Diese Einstellung wird immer seltener! Jeder Einzelne kann viel bewegen. Jeder Einzelne kann sich aktiv dafür einsetzen, dass sich immer mehr dieser Pro-Welle anschließen.

Schauen Sie sich nur die Schwestern Melati und Isabel Wijsen bezüglich ihres Umwelt-Engagements an. Mit zehn beziehungsweise zwölf Jahren begannen diese beiden motivierten Schwestern den Plastiktüten in ihrer Heimat Bali den Kampf anzusagen und ein Verbot von Plastiktüten auf Bali zu erwirken.  Fünf Jahre später erhielten sie für diese hervorragende Leistung Standing Ovations und in der Kategorie „Unsere Erde“ für ihr Engagement „Bye Bye Plasticbag“ den Bambi in Berlin.

Ich wünsche Ihnen in Ihrem Beruf und in Ihrem privaten Leben, dass Ihre Wünsche und Ziele – zumindest – in einem akzeptablen Rahmen in Erfüllung gehen. Das bedeutet, dass Sie mehrheitlich zufrieden sind und sich oft dieser Welt wohlfühlen.

Bei meinen vielen langjährigen Kunden, Geschäftspartnern und selbstverständlich auch mit Blick auf das neues Projekt „The First Coachedian(R) möchte ich mich auch bei den Missions-Partnern aufs Herzlichste bedanken.