Terror in Berlin - Was lernen wir daraus?
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Terror in Berlin = daraus lernen für die positiven Momente im eigenen Leben und wie schnell sich der Lebenslauf verändern kann

Wie immer bei solchen furchtbaren Ereignissen, sind die Printmedien voll mit Bildern, Beileidswünschen und traurigen Mitteilungen. Die Fernsehsender und alle anderen Medien z.B. auch das Internet stürzen sich im wahrsten Sinne des Wortes auch auf diese Ereignisse und berichten plakativ darüber. Als Zuhörer und Zuschauer wird man kurz Teil dieses Ereignisses. Leidet mit den betroffenen Menschen mit. Ist im Herzen ergriffen.

 

Unsere schnelllebige Zeit

In unserer schnelllebigen Zeit ist es auch nur allzu menschlich, verständlich, dass man sobald sich die Berichterstattung dem Ende neigt, man dieses Ereignis wieder aus dem alltäglichen Leben streicht. Es gibt bereits die nächsten Meldungen, teilweise leider immer schreckliche, wie z.B. letzte Woche in Barcelona, die uns beschäftigen. Man hat im eigenen Leben mit vielen täglichen Hürden und Herausforderungen zu kämpfen. Wie sagt man so schön, der Alltagstrott hat einen wieder voll im Griff.

Für die betroffenen Menschen ist ein solcher Schicksalstag natürlich etwas ganz anderes. Das bisherige Leben hat sich blitzartig, im wahrsten Sinne des Wortes geändert. Hinterbliebene Menschen müssen oft den Tod von Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und Verwandten beklagen. Bei manchen bleibt hier eine große Leere, die nicht nur jahrelang bestehen bleibt, sondern die diese Menschen mit Sicherheit ein ganzes Leben begleitet.

Aus den Augen aus dem Sinn werden sich viele der Betroffenen denken. Die schönen Worte der Spitzenpolitiker, der öffentliche Meinung klingt ab und sie sind nun mit ihren Ängsten, Sorgen, Hürden und somit Problemen auf sich allein gestellt.

 

Stopp bei der Gedächtniskirche

Bei meinen Mystery-Shopping-Touren in Berlin habe ich das letzte Mal auch wieder Halt bei der Gedächtniskirche gemacht. Es brennen dort immer noch Kerzen für die Opfer des Terroranschlags in Berlin. Auf einigen der noch vorhandenen Sprüche ist nach wie vor zu lesen, dass die Berliner hier ein Zeichen setzen wollen. Man will auch den Opfern beweisen, dass man diesen tragischen Tag nicht vergessen hat und nicht vergessen wird.

Das ist mit Sicherheit eine wunderschöne Geste für die Betroffenen. Viele erkennen auch das besondere soziale Engagement und das Miteinander ihrer Mitmenschen. Trotzdem, mit den täglich bitteren Erfahrungen nach solchen Schicksalsschlägen sind letztlich die betroffenen Menschen ganz alleine auf sich gestellt.

 

Was lernen wir daraus?

Was sollten wir alle aus solchen Schicksalsschlägen, die wir oft im Minutentakt durch die Medien geliefert bekommen, für das eigene Leben lernen und was vor allem akzeptieren?

Wir vergiften oft selbst in der Familie, bei Freunden und natürlich auch am Arbeitsplatz gerne das Leben durch unschöne Aktionen. Viele Menschen, egal ob Entscheidungsträger oder Mitarbeiter machen sich auch im Beruf oft das Leben in der Firma untereinander schwerer als es notwendig wäre. Man liefert sich heiße Diskussionen, die nicht mehr sachbezogen sind, sondern wo es menschlich unter die Gürtellinie geht.

Viele Menschen erahnen in solchen Phasen gar nicht, dass sie andere Menschen verletzen und letztendlich sich selbst auch mit solchen Aktionen nichts Gutes zu. Sie wissen sicher selbst aus eigenen Erfahrungen, dass solche negativen Attacken wie ein Bumerang zurückkommen. Die betroffenen verletzten Menschen werden bei der nächsten Gelegenheit alles tun, dass sie ihnen diese Schmerzen zurückzahlen. Klingt hart, ist aber so! Man lässt sich das Negative nicht einfach gefallen, sondern sucht nach seiner Chance, nach dem Moment, wo man selbst austeilen kann.

 

Ein gefährlicher Kreislauf startet

Ein sehr gefährlicher Kreislauf, den man hier in Bewegung setzt. In vielen auch kleineren Firmen erlebe ich immer wieder, dass die Geschäftsleitung die Firma ganz anders sieht und Abläufe ganz anders definiert und umgesetzt haben will, wie ihre Mitarbeiter und andere Führungskollegen. Ein starkes Gegeneinander, auch in Kleinstbetrieben ist dann zu spüren. Gibt es dazu noch Abteilungen wie Büro, Werkstatt, Verkauf usw. kämpfen diese auch stets nicht selten mit vollem Einsatz gegeneinander und vergessen auf das Miteinander.

Ich möchte betonen: Diese Aussagen sind nicht überzogen! Ich könnte in meinen Blogs und bei meinen Seminaren und Vorträgen ganz andere Geschichten erzählen! Doch ich weiß, die anwesenden Teilnehmer würden sie mir nicht glauben. Viele würden sagen, das hat er sich in der Hexenküche, in seinen Hirngespinsten und Gedanken so zusammengestellt. Ja, es ist leider tatsächlich so! Ich erlebe oft in vielen Firmen ein so starkes Gegeneinander, meist einhergehend mit starkem Mobbing und die daraus resultierenden Taten und Ergebnisse kann man eigentlich nicht wiedergeben, weil sie wirklich unglaubwürdig klingen. Ich staune immer wieder, was sich Menschen gegeneinander antun können und vor allem wie respektlos man miteinander umgeht.

In der Firma wohlfühlen und respektvoll miteinander umgehen

In meinen Blogartikeln und auch wenn Sie meine Vorträge, Seminaren und Firmentrainings besuchen, wissen Sie: Ich weise unermüdlich darauf hin, dass Mitarbeiter und auch die Entscheidungsträger immer wieder eines bei Erhebungen vor Firmentrainings als ganz großen Wunsch festhalten: Man will sich wohlfühlen in der Firma und erwartet sich einen respektvollen Umgang.

Auf den Punkt gebracht: Wir wollen eigentlich alle das Gleiche und sind doch oft so selten bereit, sich genau für das, was wir wollen, zu engagieren.

 

Meine Empfehlung

„Verbreiten Sie Positives und denken Sie daran, dass Ihr momentaner, mit Sicherheit mehrheitlich positiv verlaufender Lebensverlauf schnell eine ganz andere Richtung nehmen kann; an dessen Ende viel Bitterkeit Einsamkeit, Kummer und Sorgen stehen.“

Meine lieben Blog-Leser! Akzeptieren Sie für sich selbst, es ist Ihr Leben! In Ihrem Leben führen ausnahmslos Sie die Regie. Als Mutter und Vater führt man zusätzlich für einen gewissen Zeitraum auch für seine Kinder Regie. Hier ist eine positive Vorbildwirkung enorm wichtig und prägt natürlich Ihr Kind ein Leben lang.

Nicht alle in der Firma haben immer recht. Nicht alle Impulse, Empfehlungen, Konzepte gefallen jedem Einzelnen. Oft muss man – so ist die Demokratie aufgebaut – zustimmen, obwohl man nicht ganz davon überzeugt ist oder den einen oder anderen Konzept-Bereich besser machen würde. Das Problem dabei ist, man würde sich in einer Endlosschleife befinden, weil man letztendlich nie eine gemeinsame Entscheidung treffen kann, die dann wirklich von allen getragen wird.

 Ein guter Kompromiss, der die Firma und Sie persönlich weiterbringen ist daher die sinnvollste Variante und Sie sollten ab heute stets dabei mitmachen. Beweisen Sie sich und anderen, dass man in einem positiven Arbeits-, Betriebs- und Gesprächsklima viel mehr bewegen kann. Somit sollte eines klar sein: Das ständige Gegeneinander bringt nichts, außer Negatives.

Wir leben oft in das Leben so hinein, als würde es immer so positiv verlaufen, wie es gerade ist. Wenn Sie jetzt sagen, naja ganz so positiv verläuft es nicht, glaube ich, können wir uns noch darauf einigen, dass es zu mindestens in einem akzeptablen Zustand verläuft. Was würde denn passieren, wenn Sie jetzt eine tödliche Krankheit trifft. Wenn Sie ein Opfer eines Terroranschlages wären. Dann könnten Sie sagen: „Ok, dann ist es mir passiert, dann ist es vorbei.“ Richtig! Was ist aber, wenn es einem Ihrer Angehörigen passiert, einem Familienmitglied? Was ist, wenn es Ihnen passiert und Sie lassen die anderen auf dieser Welt zurück. Fragen, mit denen wir uns im Alltag sehr wenig beschäftigen, die aber ständig präsent sind und urplötzlich – es ist leider so – Realität werden können.

 

Die positive Lebenseinstellung

In meinem Buch „Die 7 emotionalen Energiequellen des Erfolges“ – es war mein erster Mega-Bestseller, der vom Lehrling bis zum Chef extrem gut angekommen ist, habe ich unter anderem ein Kapitel der „positiven Lebenseinstellung“ gewidmet.

Gerne unterstellt man Top-Speakern wie mir, dass man auf der Bühne eine tolle Show abzieht und versucht die Teilnehmer zu begeistern, dass sie heute mit einer positiven Grundeinstellung – so wie ich das forciere – durch das Leben gehen sollen. Viele sind von den damit einhergehenden Beispiel-Geschichten begeistert. Tage später erkennen sie für sich, dass die Realität jedoch ganz anders aussieht. Sie sehen wieder das Negative. Sie forcieren selbst Negatives, obwohl sie dies gar nicht mehr bewusst wahrnehmen.

Sehr schnell wird dann gesagt: „Naja, was der Trainer da auf der Bühne sagt, war ja toll. Klasse Show. Wäre auch schön, wenn es so ist. Doch schauen wir uns die Realität an, die ist ja ganz anders.“ Viele ergänzen ihre Aussagen mit dem Spruch: „In der Theorie klingt alles super. Doch die Praxis sieht ganz anders aus.“

Das stimmt so nicht! Nicht nur, dass ich Ihnen viele Beispiele erzählen könnte, die beweisen, dass es tatsächlich anders ist. Dass man das, was man will, auch in der Realität umsetzen kann. Ich kann Ihnen dies mit eigenen Schicksalsschlägen auch beweisen, die man auch als Wirtschaftstrainer und Top-Speaker hat.

 

Schicksalsschläge

Vor über zehn Jahren, aufmerksame Blog-Leser sowie meine Teilnehmer bei Seminaren, Vorträgen und Firmentraining wissen das, hatte mein Geschäftspartner einen schweren Unfall. Er wurde von einem Auto erfasst und erlitt schwerste Kopfverletzungen. Es wurde sofort das Schädelhirntrauma III diagnostiziert. Bis heute ist er durch diesen Unfall stark beeinträchtigt. Eines war mir sofort klar, als ich an einem Sonntag in aller Früh von seiner Frau diesen schrecklichen Unfall geschildert bekommen habe. Es wird nie wieder so sein, wie es war. Ich wusste damals noch nicht, wie schwer die Verletzungen sind. Doch es zeichnete sich sehr schnell ab, dass er nicht mehr in der Lage sein wird, die Firma als mein Partner in seinen Aufgabenbereichen führen zu können. Er war für die gesamte Organisation, für die Akquisition aller Kunden, für die Kooperation mit allen Veranstaltern und sonstigen geschäftlichen Partnern zuständig. Ich hab die Seite des Produktes, der Entwicklung, der Firmentrainings und der maßgeschneiderten Konzepte übernommen.

Von einem Tag auf den anderen stand die Firma in einer extrem schlechten Position.

  • Einmal ehrlich, was hat es mir in dieser Situation gebracht, dass die Teilnehmer mich beklatschen. Dass ich von Erfolg zu Erfolg wandere.
  • Dass ich mittlerweile auf eine langjährige erfolgreiche Karriere als Top-Speaker und Wirtschaftstrainer zurückblicken kann, wenn die Hälfte des Erfolges nicht mehr zur Verfügung steht?
  • Was bringt es mir, wenn ich erstklassig auf der Bühne sprechen kann, wenn ich Menschen begeistere, wenn ich wirkungsvolle Marketingkonzepte entwickle, wenn es keine Kunden mehr gibt, die mich buchen, wenn keine Teilnehmer mehr in meinen Vorträgen sitzen?
  • Wer übernimmt auf einmal den Part der so wichtig ist, dass die Vortragssäle mit 100, 500 oder 1.000 Teilnehmern und mehr gefüllt sind?
  • Wer schließt die Deals mit den Kooperationspartnern ab?
  • Wer gewinnt Entscheidungsträger von Firmen dafür, dass man dort Firmentrainings durchführt?

So ist nun einmal eine Firma aufgebaut. Auch die Ihre. Menschen arbeiten in unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Geschäftsfeldern, die aber letztendlich doch eine Einheit ergeben und somit dann in der Summe das Leistungsangebot der Firma darstellen.

 

Zeit, für ein gemeinsames und ehrliches Miteinander

Der Kunde kauft immer die gesamte Leistung einer Firma. Er kauft nicht nur, weil der Verkäufer das Angebot schmackhaft macht, sondern er kauft auch die Erfüllung. Damit eine Firma alles für den Kunden optimal erfüllen kann, der letztendlich die Lebensquelle der Firma ist, bedarf es eben ein top eingespieltes Team. Erst wenn das Zahnrad zwischen den Abteilungen und den Menschen optimal funktioniert, kann sich die Firma am Markt erfolgreich behaupten und die Kundenherzen erobern.

Ob Sie den Blick in Ihr privates Leben richten oder in Ihre Firma und somit auf die gesamte Wirtschaft. Im Kern geht es immer darum, das Miteinander zu forcieren und bei Schicksalsschlägen zusammenzuhalten, damit wir notwendige Korrekturen im Firmen- oder Lebensverlauf vornehmen an dessen Ende wieder ein lebenswertes Leben und eine lebenswerte Firma steht.

Nehmen Sie sich nun ein paar Stunden Zeit oder vielleicht planen Sie diese in den nächsten Tagen ein, um darüber nachzudenken, wie unnötig wir uns gegenseitig das Leben schwer machen. Wir übersehen dabei oft, wie schnell Schicksalsschläge passieren können, die uns aus einem sehr bequemen Lebensumfeld brutal herausreißen. Es ist Zeit, dass Miteinander und das Positive zu forcieren, um genau bei solchen großen Herausforderungen emotional bestens gerüstet zu sein!